Revolution Gefühl

Revolution Gefühl

Liebe in Zeiten der Sucht
Hass in Zeiten der Vernetzung
Alle bevorzugen Flucht
Träumen in alter Besetzung

Wenn das Haus der Kälte Zuflucht scheint
Der eigene Name verschwimmt
Die Neuigkeit über Geschichte schweigt
Die Wut alle Sorgen nimmt

In meinem Inneren kein Streit
Der lacht in gewohnten Straßen
Bin zu Vielem bereit
Und von Häme nicht zu fassen

Revolution auf meiner Seite
Mit Worten Laut und Leis
Vor mir die grausame Weite
Alles hat seinen Preis

Verloren hetzen leere Münder
Bis Erde sie füllt zuletzt
Für sie ist immer Winter
Mein Gesicht mit Frühlingstau benetzt

Und Liebe eine Traube
Von der ich pflücke was ich will
Will unter keine Haube
Ehre das Wir-Gefühl

Wer hofft, der leidet.
Ja, das stimmt.
Doch wenn man alles meidet.
Die Zeit schnell verrinnt.

Dann schaut man auf die Uhr
Die Zeiger stehen still.
Dann hört man nur:
Ich tu was ich will.

Ich schreibe Blumenwiese
Ich lebe Jahreszeiten
Ich leide und genieße
Und male mit Straßenkreiden

Geborgen, ausgeliefert
Lachen, weinen, tanzen
Der Neid flieht geteert und gefedert
Will jeden Tag Bäume pflanzen

JB-08-2017

 

Freund und Feind

Freund und Feind

Wie die Zeiten sich neu benennen,
Kehr ich den Mist zur Tür hinaus.
Wenn Mäuse in Fallen rennen,
Schalt ich die Lampen aus.

Die Wut versiegt in Sommerhitze,
Der Tag zählt seine letzten Stunden.
Im Kopf mach ich die besten Witze,
Nach außen hin, pfleg ich alte Wunden.

Zugluft und Enge und ich schreibe,
Dem Gefühl die treuen Sinne ab.
Wie ich stur beim Lesen sitzenbleibe.
Sammel ich alle Kräfte, die ich hab.

Denn Feiern will ich dieses Jahr,
Bei allem Schlimmen, was geschah,
Ist denkbar Gutes für uns wahr,
Was Lied und Text gebar.

Inspiration und Zeitenwende,
Wenn ich auch ohne Alles Ende,
Was ich geschrieben, kann mir keiner nehmen,
Lass mich nicht durch Zukunft lähmen.

Ein Satz bleibt in Erinnerung:
Keine Zeile ohne Eingebung.
Wer Quelle ist, wer Muse,
Mit dem steh ich auf gutem Fuße.

Solang ich atme will ich leben,
Den Schleier zum Gruße für euch heben.
Mal lachen und mal weinen,
Die Feinde mit den Freunden einen.

JB-08-2017

 

Sinneswandel

Ohren wie schwarze Löcher hat mein Tier,
Augen wie Ozeane.
Und die Krallen gefallen dir,
Unter der Galaxienplane.

Die Kristallkugel verstummt,
Wenn ich meinen Namen rufe.
Bin nicht vermummt,
Die Zukunft nur die nächste Stufe.

Das Herz eines Barbaren halten,
Wie muss er frieren.
Das Holz des letzten Waldes spalten,
Um ihm zu imponieren.

Magisch überall,
Hexe oder Fee?
Komme zu Fall,
Wenn ich nach morgen seh‘.

Die Motive der Leute,
Sind mir verschlossen,
Überrascht flitzt die Meute,
durch glitzernde Gossen.

Ein Zauberspruch,
Ein Sinneswandel,
ein neues Buch,
ein alter Handel.

JB-07-2017

 

Schild und Welt

Es rufen die Schattenwälder,
Blicke verraten Nichts.
Seinen Schild hält er,
Bar jedes zweiten Gesichts.

Hohn prallt ab von meinem Schild.
Das Leben geht weiter.
Bin mal munter und mal wild.
Draußen mal wolkig mal heiter.

Und will ich mich binden?
Mit jemandem so nah auch tanzen.
Will mich doch selber finden.
Wie geht das in einem Topf mit zwei Pflanzen?

Gericht und Urteil für die Masse.
Ich sitz‘ daheim, ich schreibe.
Sie gehen gemeinsam auf die Straße.
Was, wenn ich drinnen bleibe?

Wie außen und innen Verbinden,
In einer Welt so ungleich und feindlich?
Wie neue Wege verkünden?
Wie neu werden ohne dich?

Ein Blick und ich bin hier und jetzt.
Das Schild senkt sich hinab.
Wenn er mir auch meinen Glauben zerfetzt.
Weiß, dass ich einen Grund zu glauben hab.

Rollen wir die Welt auf andren Wegen.
Das Schaf in mir verschenkt gebrauchtes Glück.
Ich geb es dir und meinen Segen.
Will nur mein Herz zurück.

JB-07-2017

 

 

 

Weichen stellen

Steinchen von Salzwogen umspült
Falter treiben im Grasgewühl
Ein Fuchs gräbt Mäuse aus
Der Eisvogel steigt in die Höhe

Elemente schaukeln mich
In einen Schlaf der hundert Seelen
Sie umkreisen mich
Öffnen die Nachtpforte

Da ist ein Tisch voller Arbeit
Dann ein Becher Klarheit
Ein Buch voller Gedanken
Mein Geist will wanken

Ein Mann, der an meine Seite schlich
Reifende Blicke und Wünsche
Nach Nähe und Ferne
Merke wieder, ich reise gerne
Woanders Augenblicke sammeln
Dem Sommer die Weichen stellen

JB-06-17

 

 

 

Wunschlieder

Auf Wiesen und in Wäldern
Da finde ich Ruhe
Mein Geist mischt sich mit Fabelwesen
Wild wird mein Traum
Frei mein Körper sich zu strecken
Wie die Bäume in den Wind zu wachsen
Gehen auf schmalen Achsen
Dem Wesen zu, das ich immer war
Und bar mein Fuß im Fluss des Lebens
Da und wahr
Einzig
Klare Worte für mein Gegenüber
Reisen auf einer Panflöte
Lachend, vorausschauend und frei
Der Wolkenbruch geht vorbei
Ich find mich wieder
Sing dabei
Wunschlieder

JB-06-2017

 

 

 

Utopie in Wolken

Jetzt oder nie das Schiff nach morgen kapern,
Soll nicht an Mut oder Kraft hapern.
Hab das Handbuch nicht gelesen,
Besser reit ich einen Besen.
Steig hinauf zu den Sternen,
Entdecke die weiten Fernen.
Besuche noch fremde Wesen.
Sitzen dort an vollen Tresen.

Wir fliegen durch Wolkenfetzen,
Wollen Leid durch Lieder ersetzen.
Die Gedanken blitzen auf in unseren Köpfen,
Kein Wort mehr nötig, wir schöpfen.
Landen auf Moses Berg und fluten das Land mit Hoffnung.
Wir werden sesshaft, die Tiere liefern uns nur Dung;
Für Häuser und fürs Märchenfeuer.
Alles andere wäre ungeheuer.

Traurigkeit ist eine Tugend in dieser schönen neuen Welt.
Wer Felder nicht mit Tränen bestellt – hat vergessen.
Gnade vor Unschuld, Sein vor Haben.
Alles andere – Fressen für die Raben.
Uhr eingebaut in Spiegel,
Die Zeit bricht das Siegel,
Weil wir nicht mehr an Mauern bauen.
Andern ins Herz schauen.

Der Tag beginnt und Philosophen tanzen.
Der Abend bricht an, wir essen Pflanzen.
Frieden steht im Sand geschrieben.
Wär ich doch nur dort geblieben.
Doch morgens ruft die Pflicht,
Geh mit meinem Traum hart ins Gericht.
Doch was ist schlimm an Utopie?
Wer wagt gewinnt manchmal, wer zweifelt nie.

JB-06-2017

 

 

 

Park 2

Wie gestalten wir das Morgen mit Papier?
Komm zu mir, wir tanzen. Ich danke dir.
Begleiten uns auf Baustellen der unbekannten Art.
Das Leben ist heute und hat keinen Bart.
Wer will schon verlieren mit Sommer im Herzen?
Kann ohnehin doch neue Taten verschmerzen.
Ein Lied ohne Hohn, Bilder aus Ton.
Ein Mann ohne Kleid, Liebe und Leid.
Wer will schon verachten oder ewig schmachten?
Was heißt Macht in einem Kasten?
Und wenn ich hexe, verlass ich die Nächte.
Allein ohne dich, ohne Sinn, ohne Pflicht.
Der Tag hat keine Stunden mehr.
Ist heiß und dann leer.
Will gelesen sein, mehr Fuß als Bein.
Trägt mich sicher heim.

JB-05-2017

 

 

 

Kopfsache

Kopfsache

Ich gebe Menschen und Dingen Bedeutung. Das ist meine Entscheidung. Ich gehe Gedankenwege und stürze mich in Seen aus Gefühl. Träume am Tag verschiedenste Resultate, die niemals Gestalt in der Welt annehmen. Ich tanze dem Vorhandensein einer Möglichkeit aus der Reichweite um alles im Blick zu haben und mich nicht entscheiden zu müssen. Welcher Beruf, welcher Partner? Meine Innere Stimme funktioniert nur bei Spaziergängen.

In meinem Schreiben finde ich die Utopie einer Beziehung ohne Nähe. Das funktioniert nicht bei Begegnung. Da hakt das System aus und produziert Chaos. Das System ist mein Körper. Mein Verstand kämpft mit meinem Bauchgefühl um die Vorherrschaft.

Sandgedanken im Getriebe, ich schlage Haken auf Gefühlsautobahnen. Wer Fahnen schwenkt, dem schenke ich mein Nein. Der Frühling bald vorbei ohne Feuersprung. Ich werde untertauchen und in der Flut meiner Einzelheiten zerfasern.

Fassung und Gewinde. Gehabe, Fassade, Scharade.

Es gibt für alles eine Welt. Hab den Dimensionskatalog bestellt wähle aus und sehe ich hab kein Geld. Dann bleibt nur diese eine für mich und ein Leben in der Pflicht, zu wählen und zu krönen. Dem Fluss des Lebens zu frönen.

JB-04-2017

 

Herz geboren

Herz geboren

Unter Klängen gewandert
Aufgestanden, um zu verstehen

Darum darf diese Welt nicht untergehen
Die Irren haben es begriffen
Begreifen werden es auch alle andern

Wenn wir bis zum Rand des Abgrunds wandern
Sind wir nicht mehr fern den weiten Schiffen
Aufnehmen werden die uns kaum

Was Wahn ist und was Traum
Vergebens alle Müh‘ zu unterscheiden
Wenn sich Leute am Vergessen weiden

Und alle sich wandeln zu Meeresschaum
Wer Tod erleidet und wer Leben
Wer Freude sucht im Netze weben

Zusammen finden wir den Ausgang
Sonst wird dieser Tunnel endlos lang

JB-04-2017

 

Frau Holle

Frau Holle

Treibst ohne Zeit im Lebensfluss umher,
Die Worte, die du sprichst bedeuten Segen.
Kein Herr, ein Heer der Toten nennst du dein,
Schenkst Rat den Frauen, das bedeutet Leben.

Gesponnen und gelenkt der Schicksalsfaden,
An deiner Hand werden wir groß und alt.
Wenn wir Verdruss und Mühe auf uns laden,
Schenken wir uns gegenseitig Halt.

Verwandelst einen See in eine Kinderstube,
Der Brunnen wird zum Tor in deine Welt.
Die Seelen feiern Neubeginn, Mädchen wie Bube.
Dein Handeln uns bewusst und wach erhält.

Um diese Welt zu schaun und zu bewandern,
Um gut und rein im Angesicht des Wahns zu sein.
Mein Herz schenke ich gerne einem Andern,
Wenn neues Leben sprießt in deinem Hain.

JB-12-2016

Traumfuge

Traumfuge

Wenn mir der Himmel lodernd wird,
Ein Schmerz in meiner Seele sich verbirgt.
Die Suche weiter wandernd macht,
Aus jeder Ecke mir ein Teufel lacht.

Der Tag hat gleißend hell begonnen,
Wohl daran ist mein Traum zerronnen.
Die Vögel draußen fressen sich satt,
Wohl dem, der Atem zu singen hat.

Und all das deutet mein Gefühl,
Als großen Tanz und gutes Spiel.
Ein neuer Traum wird mich nach Hause fliegen.
Am Ende wird sich alles fügen.

JB-12-2016

Ein Tag für mich

Ein Tag für mich

Allein auf breiten Straßen gehen,
Die Sonne wärmt die Glieder.
Seh‘ Leute, wie sie anstehen,
Geh‘ vorbei, denk mir Lieder.

Gönn‘ mir Zeit und gönn‘ mir Licht,
Schenk allen mein Lächeln.
Getan ist die Pflicht,
Such Ruhe an schmalen Bächen.

Dann setz‘ ich mich und schreibe,
Mein Herz will sich auftun.
Wie ich still für mich bleibe,
Wie die Gedanken endlich ruh‘n.

JB-12-2016

Wald und Wüste

Wald und Wüste

Mein Herz wächst im Wald zu einem strahlend-schönen Baum.
Mein Herz verbrennt in der Wüste.
Ich suche den Schatten und treffe da die Maus und dort die Schlange.
Ich dürste und trinke aus der Quelle, die alles speist und tränkt, die Überfluss schenkt.
Ich dürste und treffe bei den Palmen auf einen tiefen Brunnen.

Unter Bäumen finde ich nicht die Beschränkungen, die in der Weite von Sand und Wind zu finden wären.
Sind aber nicht auch Grenzen wichtig für den Geist?
Ich würde mich anpassen, würde mich aufs Nötigste zusammenfassen.
Mich neu entdecken, gebrannt wie Ton unter der Sonne.

JB-11-2016

Die gute Zeit

Die gute Zeit

Der Tag war da, ich ließ mich treiben.
Das Gestern schenkte neuen Blick.
Um ewig immer fort zu schreiben.
Der Alltag steckt zurück.

Und wenn ich suche, was mich findet.
Das Rad des Lebens wie es Haken schlägt.
Was mich mit eurer Welt verbindet.
Was mir mein Bauch in guten Tagen rät.

Und wenn ich dann verschwinde,
Im allgemeinen Weltgetümmel,
Schnell Wort und Wort verbinde,
Fühl ich mich im Dichterinnenhimmel.

Wie Mascha übers Sterben schreibt,
Und Brecht über den Morgen.
Ich sing von einer guten Zeit.
Vergessen sind die Sorgen.

JB-09-2016

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Vergangenheit

Den Kreislauf der Dinge lasse ich los.
Ich überfliege mein Traumland in dem Frieden und Wohlstand herrschen.
Indem keiner herrscht.
Eine Zeitreise würde mich in die Jungsteinzeit führen.
Eine Zeit, in der Frauen säen und ernten.
Ein Zeit, in der Frauen Gemeingüter verwalten.
Eine Zeit, in der alles heilig ist und Gesang und Tanz den Kreislauf des Lebens begleiten.
Weg tanze ich vom Leiden der heutigen Zeit hin zu meinen Ahninnen.
Ich singe Lieder über Glück und Hoffnung.
Das Wort Krieg kennen wir nicht.
Gespielt wird hier, nicht gekämpft.
Getauscht wird hier, nicht gewonnen.
Alles dient Allen.
Und niemand beherrscht die Anderen.
Wird es wieder so sein?

JB-09-2016

Garten

Im Anfang war die Saat.
Mit meiner Familie verknüpfe ich den Garten.
Blumen und Obst und Gemüse.
Schmetterlinge, Kartoffelkäfer und Schnecken.
Früher hatten wir zwei Gärten; einen vor dem Haus und einen auf dem Feld.
Schon früh habe ich gelernt, zu säen und zu ernten.
Schoten gab es und Möhren.
Kürbiskerne habe ich gern geknabbert, genau wie Sonnenblumenkerne.
Meine Eltern kamen von Leipzig aufs Dorf und lernten dort von den bäuerlichen Nachbarn im Mangelland DDR den eigenen Garten sehr zu schätzen.
Im Herbst kochte meine Mutter ein: Gurken, Kirschen und Pflaumen zum Beispiel. Davon lebten wir im Winter, genau wie von den Kartoffeln, die im Keller lagerten.
Die Möhren schliefen derweil unter der Erde und blieben so lange frisch.
Ich denke gern an diese Zeit zurück und jedesmal, wenn ich im heutigen Garten meiner Eltern stehe, fühle ich mich heimisch, obwohl ich sechzig Kilometer entfernt wohne.

JB-09-2016

Zukunft

Zukunft

Ölgetränktes Leichentuch,
Land verwüstet, wie im Fluch.
Amokläufer in Terror gebadet,
Leben das schadet.

Wütendes Volkgrimmen,
Niemand lässt uns abstimmen.
Menschen, die nach unten treten.
Was hilft hoffen, was hilft beten?

Stockschläge, die uns trafen,
Nachrichten lassen uns nicht schlafen.
Gas verdrängt die Luft,
Zwischen den Menschen wächst die Kluft.

Will jetzt nach vorne sehen,
Will gutes in jedem Menschen erspähen.
Zusammen erwägen, wie es weitergeht,
Es ist noch nicht zu spät.

Sonne, Regen, Wind,
Hoffen wie ein Kind.
Tanzen in den Straßen,
Wissen wiederfinden, das wir vergaßen.

Worte ohne Härte zwischen dir und mir,
Wenn ich Vorurteile verlier‘.
Wege, die glücklich machen,
Kein Nutzen mehr für neue Sachen.

Freiheit zu tun und zu lassen,
Im Park Lieder zu verfassen.
Freundschaft zählt mehr als Geld,
Natur bedeutet uns die Welt.

Rad fahren in die Zukunft,
Alle sind glücklich in ihrer Zunft.
Lasst die Fahnen fliegen,
Lasst das Heute siegen.

Jedes Leben zählt,
Gier und Machtkampf abbestellt.
Gemüse wächst in den Städten,
Zusammen können wir uns retten.

JB-07-2016

Rose

Das Bunte Treiben

Das Bunte Treiben

Ob unter Menschen oder so für mich,
Ich spüre Leben aus allen Ritzen sprießen.
Die Zeit berührt mich sommerlich,
Seh‘ das Bunte Treiben mich um fließen.

Manchmal wird es mir auch zu viel.
Ich geh ins Haus; fang‘ an zu schreiben.
Wie für jeden Dichter beginnt das Spiel,
Was ich erlebt in Sätze um zu kleiden.

Die Kinder sehen alles neu,
Die Alten fragen viel.
Und alle geh’n heut ohne Scheu
Zusammen zu aufs Ziel.

Ich lass mich treiben, wie die Saat,
gestreut ins weite Feld.
Ich lobe mir so sehr die Tat,
Wenn sie Versprechen hält.

Ob Wald, ob See, ob Innenhof,
Die Leute halten Hitze aus.
Kalt wird es bald, so meint der Philosoph.
Heut macht sich niemand was daraus.

Ich halte hier den Hof der Worte.
So wie ich bin, verhöhne meine Fehler.
Mein Herz kennt viele schöne Orte,
Mein Kopf spielt in Gedanken den Erzähler.

JB-06-2016

Badesee mit Strand