Ringkampf

Ringkampf

Wer klein ist, will ganz hoch hinaus,
Wer ’ne Wohnung hat, will doch ein Haus.
Die Schatten tanzen in deinem Gesicht,
Wenn der Herr über seine Erfolge spricht.

Lass einfach das Geld für dich sprechen,
Dann werden fremde Knochen brechen.
Neid und Missgunst wegen Ungleichheit,
Hass und Morde erzeugen Generationenleid.

Die Menschen fühlen sich allein,
Lassen sich auf Süchte ein.
Kinder, die ausreißen,
Alte, die verweisen.

Die Welt ein Ringkampf,
Jedes Wollen ein Krampf.
Jeder Tag ein neuer Sieg,
Wenn nur ein anderer am Boden liegt.

So manche erwachen aus dem Lebensrauschen.
Wollen wieder den Vögeln lauschen.
Wollen begreifen und erfahren.
Die Menschheit vor weiterem Leid bewahren.

Tanzen in andere Zeiten,
Erringen von Möglichkeiten.
Auf andere Menschen achten,
Die Macht entmachten.

Der Staat ist nicht mehr Diktatur,
Da ist nur noch Erde ohne Richtschnur.
Auf dem Markt treiben sie wieder Handel.
Welt befindet sich im Wandel.

Und willst du das Fremde umarmen,
Dich einem angstvollen Blick erbarmen.
Dann öffnen sich weite Räume.
Für alle die besten Träume.

JB-11-2017

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Regenbogenschmiede

Regenbogenschmiede

In meiner Erinnerung
Schwankt das All
In meinem Herzen
Kocht das Blut
Versuch es erneut
Und komm zu Fall
Das schürt die Glut

Ich bin hexenfrei
Weiß von magischen Orten
Ich bin seelenoffen
Kreise um andere Menschenbilder
Quell der Einsamkeit versiegt
Such nach passenden Worten
Male unverhoffte Schilder

Dampf steigt auf
Sonnenstrahlen tanzen
Die Farben teilen sich
Der Wind trägt Stille
Regenbogenschmiede
Beglückt die wilden Pflanzen
Stark mein neuer Wille

JB-11-2017

 

Treibgut

Treibgut

Symptome abgeschaltet,
Seele verwaltet.
Worte schallen,
Sie verhallen.
Akten sichten,
Köpfe ausrichten.
Warten und sich quälen,
In stummen Sälen.
Voller Diagnosen.

Das bedeutet Krank,
Öffnet den Medizinschrank.
Helfen müssen,
Mit festgeschriebenen Schlüssen.
Doch da ist kein Leid,
Der Raum wird weit.
Das nächste Kleid,
Hexenmaid.
Flieht vor dieser Welt.

Warum der Schimmer der Gedanken,
Mir hilft nicht mehr zu wanken?
Warum mein Herz sich weitet,
Keinen Kummer mehr verbreitet?
Warum mein Geist mir Worte sagt,
Nicht mehr das schwere Los beklagt,
Sich auf neue Wege wagt,
Schwierige Fragen fragt?
Zuversicht

Verstand, Körper und Seele,
damit ich nichts verfehle,
wenn ich dies Bild wähle:
Segel, Boot und Wasser,
Die Umnachtung macht das blasser.
Was davon leitet mich?
Was umkleidet mich?
Was beschreibt mich?
Was davon kann brechen?

Ein Los ist da es einzusetzen,
Was hilft es sich den Wendungen zu widersetzen?
Mein Segel will Wind,
Tanzt wie ein Kind.
Mein Boot will Wellen,
Begreift die Stromschnellen.
Der Wasserfall,
Bedeutet Zerfall.
Ich bin Treibgut.

JB-11-2017

Ruheraum

Ruheraum

Ich gehe manchmal einen Weg, von dem ich weiß, dass er nicht meine Bestimmung ist und werde geführt an einer Leine der Versuchung durch Länder des Stillstandes.

Dabei sind da Orte der Besinnung, die meist Orte des Schreibens sind.

Beim Schreiben besinne ich mich auf die Zeit, verbinde Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges. Knüpfe einen Flickenteppich, den ich dann in mein Zimmer hänge und Traum vergessen betrachte, wenn Muße ist, wenn die Muse gegenwärtig ist.

Und was ist Gegenwart für mich? Der Moment – ausgekostet. Zur Ruhe kommen im Augenblick.

Wenn dann die Fragen aufkommen, die mein Selbst mir aus den Tiefen meines Bewusstseins heraus stellt, dann will ich mich diesen stellen: Was will ich? Wer bin ich? Wohin leitet mich mein Weg?

Ich will meinen Willen begreifen. Ich will mein Schicksal in die Hand nehmen und im Sein die Tat finden, die mich sein lässt. Auf das ich bin und weiter werde, was ich bin.

Ich bin ein Bewusstsein unter vielen, das sich dessen bewusst ist, dass es ist. Unter Sternen wandle ich auf der Suche nach mir selbst. Im Kreis gehen oder ruhen, Spiegelbilder suchen oder sich finden. Mir begreiflich machen, wer die Hände führt, die dies schreiben.

Schreiben ist ein Weg zur Selbstfindung, ja. Nicht für Geld, nicht um Zeit totzuschlagen schreibe ich. Ich schreibe den Tag, ich schreibe die Nacht, ich schreibe die Zeit in meinem Leben fest. Erinnerung in Worten festgehalten, um zu umfassen, was mir geschieht und was ich geschehen lasse. Doch wohin wird mich das führen?

Oft habe ich Anleitung gesucht für den „richtigen“ Weg, das „richtige“ Leben. Doch jedes Leben ist wertvoll, wie auch immer wir es aushalten oder ausgestalten. Sobald mir ein Mensch aus seinem Leben erzählt, höre ich zu und lerne; höre ich zu und lebe. So sind wir für uns gesehen Lehrende und Lernende des Lebens und unsere Fehler retten andere, die Fehler machen, die uns retten.

Erfahrungen machen uns aus. Fehler machen uns aus. Siege, Niederlagen – einfach Versuche.

Neugier auf das Kommende ist die Triebfeder. Meine Füße laufen und erfassen dabei die Beschaffenheit des Bodens, die Augen sehen und die Ohren lauschen. Das Rauschen in meinem Kopf. Das Leben hinter meinem Leben. Es ist eine Ohnmacht, die mich schreiben lässt. Was immer Muster wird; aus diesem Rauschen heraus geboren, was immer wird aus diesem Schreiben.

Sinn finden aus der Wahrnehmung heraus und alle Form will Gestalt werden.

JB-10-2017

Dazwischen

Dazwischen

Die Stimme einer Göttin,
Versucht mich zu wecken.
Will mich davor verstecken,
Seh‘ darin keinen Sinn.

Diese Welt ist doch so wage,
Die Menschen so nüchtern.
Wie wir uns in Süchte flüchten,
Wie ich an meinem Selbst schwer trage.

Keine Magie gefunden,
Nicht in Liebe noch in Vergebung.
Der Nichtigkeit Ehrung.
An Logik mein Leben gebunden.

Da bricht es hervor,
Das Gefühl, da ist mehr.
Die Einsicht so schwer,
Ein noch geschlossenes Tor.

Da ruft sie wieder,
Tanzt auf den Hügeln.
„Sollst dich nicht fügen,
Schreib auf meine Lieder!“

Auf dem Grat zu wandeln,
Balance zu finden zwischen Welten.
Wie sonst meine Sinne mich schelten,
Das Dazwischen lässt mich handeln.

JB-10-2017

 

Tränenfluss

Tränenfluss

Eingemauert von Sorgen
Versteh ich meinen Gang
Zu Fuß
Zum Tränenfluss
Am Tiefen Wald entlang
Dort will ich Weisheit borgen

Genuss in neuen Bechern
Mein Fang ganz verwegen
Ausfahrt
Neue Tat
Mit spitzem Degen
Und Pfauenfächern

Spur verloren
Irren in Stromschnellen
Wellen
Dellen
Schreie gellen
Flut geboren

Der Kreis spuckt mich aus
Ich fühle mich angekommen
Einsam
Heilsam
Angenommen
Mein neues Haus

Mein Selbst neu erfunden
Zauber im Blick
Die Tränen fließen
Die Seelenblumen sprießen
Will nicht mehr zurück
Die Welt jetzt erkunden

Deinen Traum aufgehoben
Mit Wassern gewaschen
Gehegt
Gepflegt
Wahrheit in Flaschen
Will sich austoben

Vorbei meine Suche
Vorbei meine Flucht
Erkennen
Benennen
Fühlen ohne Schlucht
Im roten Tuche

Der Weg führt oft
Durch tiefe Pfützen
Schuhe im Matsch
Worte ohne Klatsch
Pfade verknüpfen
Weisheit unverhofft

JB-10-2017

 

Menschenbild

Menschenbild

Wie ein Welpe warte ich auf Nahrung
Die weise Offenbarung
Seelenfutter, Herzenssaft
Lebensart und Tatenkraft

Ich sitze hier in meiner Zelle
Schreib meine Träume nieder
Wart drauf, dass ich kläffe und belle
Geh in zu engem Mieder

Kein Baum, der in die Höhe ragt
Kein Mond, der meine Furcht bescheint
Kein Mensch, der Liebesworte sagt
Traurig, auch wenn es sich reimt

Ein Fahrzeug bahnt sich seinen Weg
Die Sonne rahmt es ein
Wenn ich Töne in meinen Mund leg
Sprech ich sie in einen Flüsterschrein

Vergessen die Pein im Licht zu stehen
Genieße warme Glieder
Und ich will mit dem Wind verwehen
Die Bunten Farben malen Lieder

Ich nehm mir einen Stift
Mal einen Menschen neben mich
Dein Auge süßes Gift
In meinem Herzen halt ich Dich

JB-09-2017

 

 

Revolution Gefühl

Revolution Gefühl

Liebe in Zeiten der Sucht
Hass in Zeiten der Vernetzung
Alle bevorzugen Flucht
Träumen in alter Besetzung

Wenn das Haus der Kälte Zuflucht scheint
Der eigene Name verschwimmt
Die Neuigkeit über Geschichte schweigt
Die Wut alle Sorgen nimmt

In meinem Inneren kein Streit
Der lacht in gewohnten Straßen
Bin zu Vielem bereit
Und von Häme nicht zu fassen

Revolution auf meiner Seite
Mit Worten Laut und Leis
Vor mir die grausame Weite
Alles hat seinen Preis

Verloren hetzen leere Münder
Bis Erde sie füllt zuletzt
Für sie ist immer Winter
Mein Gesicht mit Frühlingstau benetzt

Und Liebe eine Traube
Von der ich pflücke was ich will
Will unter keine Haube
Ehre das Wir-Gefühl

Wer hofft, der leidet.
Ja, das stimmt.
Doch wenn man alles meidet.
Die Zeit schnell verrinnt.

Dann schaut man auf die Uhr
Die Zeiger stehen still.
Dann hört man nur:
Ich tu was ich will.

Ich schreibe Blumenwiese
Ich lebe Jahreszeiten
Ich leide und genieße
Und male mit Straßenkreiden

Geborgen, ausgeliefert
Lachen, weinen, tanzen
Der Neid flieht geteert und gefedert
Will jeden Tag Bäume pflanzen

JB-08-2017

 

 

Zukunftsmusik

Zukunftsmusik ist alles was ich höre.
Da ein Band aus alten Liedern,
Das ich beim Besingen zerstöre.
Und alles wach in meinem Traum.
Er traut sich selbst kaum.
Flüchtet mit weichen Gliedern.

Die Hoffnung lässt mich schreiben.
Widerlich ist, was ich nicht fühlen will.
Es dröhnt in meinem Reigen,
Unterirdisch,
Oberirdisch.
Ein unsägliches Wir-Gefühl.

High Noon
Und ich hab keine Waffe.
Die Lebenden ruhen.
Die Krähen fressen.
Die Toten erpressen.
Verdammt, was ich schaffe.

Statt auf ihn zuzugehen,
Bleibe ich.
Fühle meinen Kopf verwehen.
Kein Profil mehr.
Ausflüchte lasten schwer.
Entfremde mich.

Zwei Züge auf zwei Schienen,
Was wenn es eine wär?
Der Wahnsinn ließ mich fliegen.
Du in meinem Leben.
Allen meinen Segen.
Ohne Wiederkehr?

Nun bin ich aufgeschlagen.
Sehe wieder, was andere sehen.
Will über Nichts klagen.
Den Weisen Frauen alles sagen.
Gedanken in die Luft jagen.
Klang und Melodie entstehen.

Wer will schon Romanzen?
Dornen reichen mir ihr Gift.
Will alleine tanzen.
Den Kranz gewinnen.
Den Turm erklimmen.
Herz verschifft.

JB-07-2017

 

Das Wunder

Fesselballon befreit
Lichterketten aufgereiht
Trugschlüsse entsperrt
Glück vermehrt

Himmelsrichtungen erweitert
Leute erheitert
Räume erhellt
Weichen gestellt

Ein Traumbuch schreiben
Im See die Zeit vertreiben
Wünsche werden wahr
Reisen machen klar

Das Wunder ist der Tag
Das Wunder
Das Wunder jetzt zu leben
Das Wunder

JB-07-2017

 

 

Weichen stellen

Steinchen von Salzwogen umspült
Falter treiben im Grasgewühl
Ein Fuchs gräbt Mäuse aus
Der Eisvogel steigt in die Höhe

Elemente schaukeln mich
In einen Schlaf der hundert Seelen
Sie umkreisen mich
Öffnen die Nachtpforte

Da ist ein Tisch voller Arbeit
Dann ein Becher Klarheit
Ein Buch voller Gedanken
Mein Geist will wanken

Ein Mann, der an meine Seite schlich
Reifende Blicke und Wünsche
Nach Nähe und Ferne
Merke wieder, ich reise gerne
Woanders Augenblicke sammeln
Dem Sommer die Weichen stellen

JB-06-17

 

 

 

Utopie in Wolken

Jetzt oder nie das Schiff nach morgen kapern,
Soll nicht an Mut oder Kraft hapern.
Hab das Handbuch nicht gelesen,
Besser reit ich einen Besen.
Steig hinauf zu den Sternen,
Entdecke die weiten Fernen.
Besuche noch fremde Wesen.
Sitzen dort an vollen Tresen.

Wir fliegen durch Wolkenfetzen,
Wollen Leid durch Lieder ersetzen.
Die Gedanken blitzen auf in unseren Köpfen,
Kein Wort mehr nötig, wir schöpfen.
Landen auf Moses Berg und fluten das Land mit Hoffnung.
Wir werden sesshaft, die Tiere liefern uns nur Dung;
Für Häuser und fürs Märchenfeuer.
Alles andere wäre ungeheuer.

Traurigkeit ist eine Tugend in dieser schönen neuen Welt.
Wer Felder nicht mit Tränen bestellt – hat vergessen.
Gnade vor Unschuld, Sein vor Haben.
Alles andere – Fressen für die Raben.
Uhr eingebaut in Spiegel,
Die Zeit bricht das Siegel,
Weil wir nicht mehr an Mauern bauen.
Andern ins Herz schauen.

Der Tag beginnt und Philosophen tanzen.
Der Abend bricht an, wir essen Pflanzen.
Frieden steht im Sand geschrieben.
Wär ich doch nur dort geblieben.
Doch morgens ruft die Pflicht,
Geh mit meinem Traum hart ins Gericht.
Doch was ist schlimm an Utopie?
Wer wagt gewinnt manchmal, wer zweifelt nie.

JB-06-2017

 

 

 

Kopfsache

Kopfsache

Ich gebe Menschen und Dingen Bedeutung. Das ist meine Entscheidung. Ich gehe Gedankenwege und stürze mich in Seen aus Gefühl. Träume am Tag verschiedenste Resultate, die niemals Gestalt in der Welt annehmen. Ich tanze dem Vorhandensein einer Möglichkeit aus der Reichweite um alles im Blick zu haben und mich nicht entscheiden zu müssen. Welcher Beruf, welcher Partner? Meine Innere Stimme funktioniert nur bei Spaziergängen.

In meinem Schreiben finde ich die Utopie einer Beziehung ohne Nähe. Das funktioniert nicht bei Begegnung. Da hakt das System aus und produziert Chaos. Das System ist mein Körper. Mein Verstand kämpft mit meinem Bauchgefühl um die Vorherrschaft.

Sandgedanken im Getriebe, ich schlage Haken auf Gefühlsautobahnen. Wer Fahnen schwenkt, dem schenke ich mein Nein. Der Frühling bald vorbei ohne Feuersprung. Ich werde untertauchen und in der Flut meiner Einzelheiten zerfasern.

Fassung und Gewinde. Gehabe, Fassade, Scharade.

Es gibt für alles eine Welt. Hab den Dimensionskatalog bestellt wähle aus und sehe ich hab kein Geld. Dann bleibt nur diese eine für mich und ein Leben in der Pflicht, zu wählen und zu krönen. Dem Fluss des Lebens zu frönen.

JB-04-2017

 

Herzenskunde

Herzenskunde

Wenn ich mich in Träumereien verliere,
Nicht mehr nur ein Wort kreiere.
Den Himmel bitte auf zu tauen
Und Dich auf meine Wünsche zu vertrauen.
Die Wimpern wehen in den blauen Dunst,
Ich werbe nicht um Deine Gunst.

Gerade weil ich dich nicht brauche.
Deinen Namen trotzdem dabei hauche.
Gerade weil du mich nicht wollen willst.
Dein Antlitz träumend wie meins verhüllst.
Kein Suchen findet Glück im Liebesleben.
Nur ich kann den Stein vor dieser Höhle heben.

Die Gabe zu geben, die Welt zu lieben,
sich selbst zu verlieren und Zukunft zu schmieden.
Das alles will ich für mich finden,
Den Tag nutzen um der Welt das zu verkünden:

Ich will Niemanden haben,
Ich will Niemanden besitzen.
Nicht vor Jemandes Tür sitzen,
Mich nicht an leeren Worten laben.

Ich will an mir und an Dir wachsen,
Dich und Mich glücklich sehen.
In hohen Bergen einsame Wege gehen.
Dann wieder wandern auf breiten Achsen.

Ich will mit Jemandem zusammen fühlen.
Anregende Gespräche führen.
Den König des Frühlings küren.
Mit dem Wasser des Lebens mein Herz spülen.

All das in grenzenlosen Weiten.
Mit viel Gefühl und viel Verstand.
Mein Herz das nehm ich bei der Hand.
Um diese Kunde zu verbreiten.

JB-04-2017

 

 

Wachstum 2

Wachstum 2

Du bist alles was mir fehlt.
Ich suche und ich finde,
Wenn ich mich dann binde,
Ist mein Wille das was zählt.

Nicht verletzen.
Schätze heben.
Netze weben.
Freundschaft schätzen.

Träumend wachen.
Unter Wasser atmen.
Die Liebe beim Namen nennen.
Zusammen lachen.

JB-03-2017

 

fourteen

fourteen

I draw a circle
Around myself
Closed eyes
Dreams in my head

I want to have more
More friends
More things
More love

I want to be someone else

The words I love
Wonders written
The books I read
Cat on my back

Outside
Family gardens
Climbing up trees
Eating cherrys

And you in my head
Whispering dust
Who to be
How to love

Free and strong
Moving on
Longing and loving
May the road be long

JB-03-2017

Dein Licht

Dein Licht

Vorbeifahrende Züge,
Seh ich zur Genüge.
Aufspringen kann ich nicht,
Warten ist Pflicht.

Bist du vergeben?
Will endlich Schätze heben.
Dir sagen, du bist schön,
Will in die Tiefe gehen.

Dann kommt der Teufel,
Der Wolf im Schaffell.
Liquide Lügen,
Dem soll ich mich fügen?

Ich spüre meine Ketten,
Will all mein Gehabe verwetten.
Der Tor steht jetzt in der Pflicht,
Andre Waffen besitz ich nicht.

Ex- oder implodieren?
Niemals mehr studieren.
Hoffnung als Fackel tragen.
Keine alten Träume jagen.

Dein Licht in meinem Herzen,
Will ich verschmerzen,
Scheint mir aus den Augen,
Du kannst es kaum glauben.

Ich wache und es heilt,
Ich frage und wie die Antwort eilt.
Ein Stück des Weges gehen.
Den Unterschied verstehen.

JB-02-2017

Bindung

Bindung

In diesem Traum wie im Netz gefangen,
Graben nach dem Schatz.
Das Schiff ist wohl mit Dir untergegangen.
Was für ein trostloser Satz.

Bekleide mich mit Bildern der Vergangenheit.
Gehe die Stufen ins Beben hinab.
Die Hoffnung braucht Liebe und auch Zeit.
Doch die wird mir knapp.

Eine Blüte öffnet sich im Licht,
Tau tropft herab.
Du nimmst mir gleißend die Sicht.
Was, wenn ich dieses Band jetzt kapp?

Was Zauber war ist wie ein Bann,
Der mich an gestern bindet.
Ich lebe und ich frage wann,
Mein Selbst sich den Fesseln entwindet?

JB-01-2017

Die Guten

Die Guten

Zwei Kerne in einer Nuss,
Oder leere Hülle.
Wenn ich auf Dich zugehe
Und ich entdecke Neuland.
Wenn ich Dich beim Namen nenne
Und Du Dich auflöst.

Verlust lässt träumen.
Sich aufbäumen.
Keine Frage, bereit für die Guten.
Science Fiction oder Fantasy.
Lässt sich nicht vermuten, erraten nie.
Will schreiben, bleiben, gesehen werden.

Wenn es Dich gibt,
gemalt in Morgenstunden.
Gib mir nen Tipp.
Was hast Du in mir gefunden?
Die Sonne bindet uns ans Licht.
Einfach ist das nicht.

JB-01-2017

Frau Holle

Frau Holle

Treibst ohne Zeit im Lebensfluss umher,
Die Worte, die du sprichst bedeuten Segen.
Kein Herr, ein Heer der Toten nennst du dein,
Schenkst Rat den Frauen, das bedeutet Leben.

Gesponnen und gelenkt der Schicksalsfaden,
An deiner Hand werden wir groß und alt.
Wenn wir Verdruss und Mühe auf uns laden,
Schenken wir uns gegenseitig Halt.

Verwandelst einen See in eine Kinderstube,
Der Brunnen wird zum Tor in deine Welt.
Die Seelen feiern Neubeginn, Mädchen wie Bube.
Dein Handeln uns bewusst und wach erhält.

Um diese Welt zu schaun und zu bewandern,
Um gut und rein im Angesicht des Wahns zu sein.
Mein Herz schenke ich gerne einem Andern,
Wenn neues Leben sprießt in deinem Hain.

JB-12-2016