Doppelhelix

Ein Gespräch mit dir hat mindestens zwei Wirklichkeiten
Mein Blick ins Wurmloch der Gezeiten
Berührung ohne Geländer
Unsre Geister Grabenlose Länder

Verrinnendes Gelächter gemalt auf dunkle Dielen
Verinnerlichter Blick in meinem heiligsten Raum
Und wieder reimt sich das auf Traum
Wie unsere Münder da spielen.

Ein Zweifel lässt das Glück versiegen
Was, wenn du gehst, wenn ich mich selbst vertreibe
Und ewig in der Schleife hängen bleibe
Die es bedeutet einen Geist zu lieben

Ich wache auf und finde Frieden
Im Sternenhimmel wird die Liebe siegen
Nicht nur die Griechen schrieben Wandellieder
Mir weckt der Frühling meine angespannten Glieder

Und wenn ich Wasser in mich selbst verwandel
Und mit mir wie mit allen andern handel
Und mir die Stirn mit Sternenlicht bekränze
Dann wird das Dunkel vertrieben durch meine Feuertänze.

JB-04-2018

Zapfenstreich

Viel erlebt, dem Tagebuch das zu berichten
Wen ich getroffen, für wen ich was gehegt
Viel gelebt, um morgen das zu sichten
Was sich gelegt hat und wessen Wesen weiterhin bewegt

Will immer mehr einem begegnen
Und treffe ihn auch oft, dann muss ich gehen
Die kleine Pflanze von Gefühl beregnen
Und dann ganz wie die Nymphe weitersehen

Will keinem Menschen mich mehr so versprechen
Wie ich es tat mit meinen Versen
Mein Herz kann über Wunder sprechen
Doch beim Anblick dieses einen bersten

Zum Zapfenstreich geh ich nach Haus
Und fühl mich wohl so mit mir selbst allein
Der Tag schickt seine Boten aus
Ich gehe grade, mach mich nicht mehr klein

JB-02-2018


Tand und Tempel

Farbband ohne Sinn am Firmament
Eine Spur, die Hitze in den Himmel brennt
Ein Feuer, das mich nicht wärmt
Ein Käfer, der nur andere umschwärmt

Ein Lächeln ist alles, was Du verschenken willst
Wie Du meinen Hunger niemals stillst
Fühle mein Fühlen jetzt erkalten
Kann nicht mal mehr Deine Güte im Gedächtnis halten

Mein Zugewinn, ich gehe and‘re Wege
Bau mir am Wasser neue Stege
Und fische Menschen mit meinem Herzen
Brenne oft noch an die alten Kerzen

Sandburgen hab ich oft schon mit gebaut
Sah mich doch nie als eine Braut
Keine Flucht ohne Fänger, doch das macht
mich nicht zur Jägerin in der langen Nacht

Ich träumte Liebe in Dein Herz
Ich schrieb mich ein in Deine Augen
Hab mich geirrt und all der Schmerz
Schmeckt lange nach wie bitt‘re Trauben

Ein bares Gut, wie wir die Liebe suchen
Uns töricht übers Gras erheben
Und dann zusammen Flüge buchen
Die Sonne sinkt vor uns wie unser Leben

Dann wieder neu und wieder gleich
In Dunkel getaucht und doch so leicht
Im Flimmerglitterliebesland
Ist Liebe Tand.

Zuviel: Ich tauchte ab und fand
In meinen langen Träumen
Ein grenzenloses Land
Wo Blumen kurvige Wege säumen

Tempelberg auf einem Hügel
Nichts wird dort geopfert
Und ewig floss der Strom Gefühl
Wo mein Ruf wird oft erhört

Will dieses Land nun ehren und entsagen
Der Macht, die mich in diesem Nebel irreleitet
Das Leben einer Nonne will ich planen
Und hoffen, das der Traum auch andere begleitet

Erwachen will ich und Geträumtes finden
In meiner Zeit an diesem Ort
Mich mit den Seelen anderer verbinden
Kommt Zeit, kommt Tat. Bis dahin halt ich Wort.

JB-01-2018

 

Begegnungen 2

Begegnungen 2

Ein Kreis wird zur Kugel und umkreist einen Feuerball. Bewegt sich jede Sekunde durchs All. Trotz dessen ich auf dieser Kugel wohne, immer in Bewegung: Ich sehne mich nach Ruhe. Bin so träge wie der Klotz, der im Physikunterricht vom Modellauto fällt, das plötzlich bewegt wird. Kurz bevor das Universum wieder implodiert werde ich diese Ruhe finden, wie auch immer meine Moleküle dann organisiert sind. Bis dahin heißt es weiter bewegt werden.

Vom gleißend schwarzem All zum Alltag. „Wir sind alle Sternenstaub.“, so heißt es. Und auch Sternenstaub steht morgens auf und geht zur Arbeit. Dabei passieren kleine Abenteuer. Ich begegne alten Feinden und neuen Verbündeten. Aus mir mache ich ein Alien, das die Welt mit dem sechsten Sinn er-spürt und ich er-trage Blicke, die durch mich hindurch gehen hin zur nächsten Ampel, zum nächsten Geschäft. Als wäre ich kein Ich, als wäre da kein Selbst.

Sternenstaub wir alle. Und daraus eine Geschichte. Ich begegne Menschen wie eine Außerirdische. Ich habe jeden Moment Angst etwas Komisches zu sagen oder etwas „falsch zu machen“. Ich blicke hinunter auf den Bordstein neben die Person zu ihrem vierbeinigen Begleiter und endlich darf ich lächeln.

JB-11-2017

Ringkampf

Ringkampf

Wer klein ist, will ganz hoch hinaus,
Wer ’ne Wohnung hat, will doch ein Haus.
Die Schatten tanzen in deinem Gesicht,
Wenn der Herr über seine Erfolge spricht.

Lass einfach das Geld für dich sprechen,
Dann werden fremde Knochen brechen.
Neid und Missgunst wegen Ungleichheit,
Hass und Morde erzeugen Generationenleid.

Die Menschen fühlen sich allein,
Lassen sich auf Süchte ein.
Kinder, die ausreißen,
Alte, die verweisen.

Die Welt ein Ringkampf,
Jedes Wollen ein Krampf.
Jeder Tag ein neuer Sieg,
Wenn nur ein anderer am Boden liegt.

So manche erwachen aus dem Lebensrauschen.
Wollen wieder den Vögeln lauschen.
Wollen begreifen und erfahren.
Die Menschheit vor weiterem Leid bewahren.

Tanzen in andere Zeiten,
Erringen von Möglichkeiten.
Auf andere Menschen achten,
Die Macht entmachten.

Der Staat ist nicht mehr Diktatur,
Da ist nur noch Erde ohne Richtschnur.
Auf dem Markt treiben sie wieder Handel.
Welt befindet sich im Wandel.

Und willst du das Fremde umarmen,
Dich einem angstvollen Blick erbarmen.
Dann öffnen sich weite Räume.
Für alle die besten Träume.

JB-11-2017

DSCN2727-600

Regenbogenschmiede

Regenbogenschmiede

In meiner Erinnerung
Schwankt das All
In meinem Herzen
Kocht das Blut
Versuch es erneut
Und komm zu Fall
Das schürt die Glut

Ich bin hexenfrei
Weiß von magischen Orten
Ich bin seelenoffen
Kreise um andere Menschenbilder
Quell der Einsamkeit versiegt
Such nach passenden Worten
Male unverhoffte Schilder

Dampf steigt auf
Sonnenstrahlen tanzen
Die Farben teilen sich
Der Wind trägt Stille
Regenbogenschmiede
Beglückt die wilden Pflanzen
Stark mein neuer Wille

JB-11-2017

Die Wandlung

Die Wandlung

Die Münze wandert wie mein Auge
Von der Händlerin zum Kunden
Mein Herz fliegt wie eine Taube
Die hat einen Ast gefunden

Der morsch ist und ohne Blatt
Doch noch nicht ganz kaputt
So lässt sich die Taube herab
Sie wärmt ihn mit ihrem Mut

Die Münze wandert weiter
Mein Auge folgt nicht mehr
Mein Herz ist nicht mehr heiter
Die Taube war zu schwer

Doch noch nicht ganz am Boden
Ein Feuer sich entfacht
Taube und Ast verwoben
Fliegen in die Nacht

Nun will mein Herz so handeln
So seine Liebe zeigen
Von morsch sich zu Asche wandeln
Um phönixgleich aufzusteigen

JB-10-2017

Sinneswahr

Sinneswahr

Das Vernehmen ist nicht einvernehmlich
Die Sinne selektiv
Was ich spüre ist Raum
Was Du erfährst ist Enge

Auftrieb und Abrieb der Gedanken
Stille ist selten
Der Vorwand zu Hören
Ein neues Lied

Gehen, Steinchen unter mir
Der Fuß sprüht Funken
Schwimmen, eingehüllt
Mein Nächster berührt

Nebenbei oder einzig schmecken
Ersatz für so Vieles speisen
Auf Reisen Würze entdecken
Erinnerung an Münder

So müde meine Augen
Hab so viel gesehen
Ohne aufzunehmen
Der Traum zerrt an mir

Trau dich zu tanzen
Spür dem Schwingen nach
In Umgrenzung aus Körpern
Musik durchdringt

JB-10-2017

Menschenbild

Menschenbild

Wie ein Welpe warte ich auf Nahrung
Die weise Offenbarung
Seelenfutter, Herzenssaft
Lebensart und Tatenkraft

Ich sitze hier in meiner Zelle
Schreib meine Träume nieder
Wart drauf, dass ich kläffe und belle
Geh in zu engem Mieder

Kein Baum, der in die Höhe ragt
Kein Mond, der meine Furcht bescheint
Kein Mensch, der Liebesworte sagt
Traurig, auch wenn es sich reimt

Ein Fahrzeug bahnt sich seinen Weg
Die Sonne rahmt es ein
Wenn ich Töne in meinen Mund leg
Sprech ich sie in einen Flüsterschrein

Vergessen die Pein im Licht zu stehen
Genieße warme Glieder
Und ich will mit dem Wind verwehen
Die Bunten Farben malen Lieder

Ich nehm mir einen Stift
Mal einen Menschen neben mich
Dein Auge süßes Gift
In meinem Herzen halt ich Dich

JB-09-2017

 

 

Lebenswege

Ist das Du Gefahr geworden?
Schräg lachen Dächer mir entgegen
Wohn an viel bewachten Orten
Schmutz und Unrat auf Lebenswegen

Doch die Angst, die wohnt in mir
Drückt sich aus in leisem Wort
Wie ich im Gang gefrier
Gedanken sind fort

Die Glocken läuten mich dann wach
Spür wie ich immer weiter geh
Mein Haar ein schützendes Hausdach
Neu und gierig wie ich mich umseh

Mein Stolz verrät kein Drohen
Mein Wahn liegt in Eiswasser
Will mein Erleben schonen
Das macht das Beben umso krasser

Kann nicht flüchten
Kann nicht vergessen machen
Kann nur weiter verdichten
Verse aus dem Dreck scharren

Beweis, dass es Dich gibt
Verrat mir ein Wunder
Wer heute mit Kraft liebt
Macht die Welt ein Stück bunter

JB-09-2017

 

 

Die Insel

Die Insel

Göttin schenk mir Zeit allein.
Fühl mich so klein.
Ich will noch wachsen.
Verhöhn die alten Nachtmahrfratzen.
Im Wolkenturm bin ich daheim.

Berufung Eremit.
Ein Mensch, der Massen flieht.
Einsiedelei bewohnt.
Einsamkeit gewohnt.
Ein See, in dem du Wahrheit siehst.

Will lachen im Spiegel der Sternennacht.
Der Mond ist voller Wassermacht
Und hat mein Blut gekühlt.
Hab in der Glut gewühlt,
Des Feuers, das dich ausmacht.

Eine eiserne Menschenhand.
Mein Leben war plötzlich ohne Tand.
Bin zurück in die Wolken geeilt.
Hab dort meine Wunden geheilt.
Segen im Ort ohne Land.

Ein Wunsch, der bleibt.
Was mich zurücktreibt,
Zum Feuer hin,
Mein eiserner Gewinn.
Auch dein Herz dort lag.
Wie sanft ich es barg.
Es schläft bei mir.
Ganz wie ein Tier.
Und wenn ich es wecke,
Deinen Traum erschrecke,
Dann tanzen die Flammen.
Und wir sind zusammen.

Erblicke Land,
In Form einer Hand.
Ein Wunsch nach Nähe.
Wie auch ich in die Ferne spähe.
So fällt die letzte Wand.

JB-08-2017

 

 

Zukunftsmusik

Zukunftsmusik ist alles was ich höre.
Da ein Band aus alten Liedern,
Das ich beim Besingen zerstöre.
Und alles wach in meinem Traum.
Er traut sich selbst kaum.
Flüchtet mit weichen Gliedern.

Die Hoffnung lässt mich schreiben.
Widerlich ist, was ich nicht fühlen will.
Es dröhnt in meinem Reigen,
Unterirdisch,
Oberirdisch.
Ein unsägliches Wir-Gefühl.

High Noon
Und ich hab keine Waffe.
Die Lebenden ruhen.
Die Krähen fressen.
Die Toten erpressen.
Verdammt, was ich schaffe.

Statt auf ihn zuzugehen,
Bleibe ich.
Fühle meinen Kopf verwehen.
Kein Profil mehr.
Ausflüchte lasten schwer.
Entfremde mich.

Zwei Züge auf zwei Schienen,
Was wenn es eine wär?
Der Wahnsinn ließ mich fliegen.
Du in meinem Leben.
Allen meinen Segen.
Ohne Wiederkehr?

Nun bin ich aufgeschlagen.
Sehe wieder, was andere sehen.
Will über Nichts klagen.
Den Weisen Frauen alles sagen.
Gedanken in die Luft jagen.
Klang und Melodie entstehen.

Wer will schon Romanzen?
Dornen reichen mir ihr Gift.
Will alleine tanzen.
Den Kranz gewinnen.
Den Turm erklimmen.
Herz verschifft.

JB-07-2017

 

Schild und Welt

Es rufen die Schattenwälder,
Blicke verraten Nichts.
Seinen Schild hält er,
Bar jedes zweiten Gesichts.

Hohn prallt ab von meinem Schild.
Das Leben geht weiter.
Bin mal munter und mal wild.
Draußen mal wolkig mal heiter.

Und will ich mich binden?
Mit jemandem so nah auch tanzen.
Will mich doch selber finden.
Wie geht das in einem Topf mit zwei Pflanzen?

Gericht und Urteil für die Masse.
Ich sitz‘ daheim, ich schreibe.
Sie gehen gemeinsam auf die Straße.
Was, wenn ich drinnen bleibe?

Wie außen und innen Verbinden,
In einer Welt so ungleich und feindlich?
Wie neue Wege verkünden?
Wie neu werden ohne dich?

Ein Blick und ich bin hier und jetzt.
Das Schild senkt sich hinab.
Wenn er mir auch meinen Glauben zerfetzt.
Weiß, dass ich einen Grund zu glauben hab.

Rollen wir die Welt auf andren Wegen.
Das Schaf in mir verschenkt gebrauchtes Glück.
Ich geb es dir und meinen Segen.
Will nur mein Herz zurück.

JB-07-2017

 

 

 

Dauerregen

Wildes Leben in meinem Kopf
Bestien laden ein Ich zu sein
Wählen zwischen Lachen und Pein
Wenn ich an ihre Türen klopf

Rot und schwarz und grau
Blau dazu gemischt
Ich springe in die Regengischt
Dame, Biest, ganz Frau

Das Lachen und das Weinen
Das Hoffen und das Fürchten
Kann nur vor Anderen flüchten
Und auch nur mit meinen Beinen

Ihr Reden hallt in meinem Schädel
Als wäre er hohl, mein Ohr ein Mikrofon
Ich wünsche mir Regen, ganz monoton
Leg um meinen Gedankenhebel

Wünsche werden Rauch wie Nebel
Worte sind mit mir so oft allein
Da draußen im Gossip Rampenschein
Hab dafür kein angeborenes Faible

Das dann in Reime verwandeln
Die Welt da draußen denken wie sie ist
Wenn wieder eine vor mir wird geküsst
Bin ich dabei ganz neu mit dir zu handeln

JB-06-2017

 

 

 

Für dich

Für dich

Für dich ein Haus,
Das du bauen kannst.
In dem du dich schützen kannst,
Dem Sturm zu entgehen.

Für dich einen Garten,
Den du pflegen kannst.
In dem du aufblühst,
Deiner Bestimmung entgegen.

Für dich ein Instrument,
das du spielen kannst.
Mit dem du dich entfaltest.
Um neue Hoffnung zu hegen.

Für dich einen Anderen,
den du lieben kannst.
Für Schutz, Blüte und Entfaltung.
Für dich meinen Segen.

JB-05-2017

 

 

Kammerflimmern

Kammerflimmern

Heiligenschein geboren
In meinem Innern fehlt etwas
Warten macht keinen Spaß
Reinheit geschoren

Der Trug scheint in mir
Gefühle ein endloses Fass
Allein bin ich, weil ich dich gehen lass
Wahrheit nicht nur eine Tür

Grade aus ist zu einfach
Zusammen zu utopisch
Die Wangen immer frisch
Wenn ich mich aus lach

Und trödeln ohne Stand
Vergib mir meine Gaben
Nichts und alles Haben
Im All deine Hand

Geborgen im Freundeskreis
Geschlagen von Augenlicht
Ein Wort das Schweigen bricht
Ein Blick zum Beweis

Wenn morgen die Wahrheit gewinnt
Du meinem Blick standhältst
Nicht mehr den Sorgen verfällst
Bin ich wieder Sonnenkind

JB-05-2017

 

 

Kopfsache

Kopfsache

Ich gebe Menschen und Dingen Bedeutung. Das ist meine Entscheidung. Ich gehe Gedankenwege und stürze mich in Seen aus Gefühl. Träume am Tag verschiedenste Resultate, die niemals Gestalt in der Welt annehmen. Ich tanze dem Vorhandensein einer Möglichkeit aus der Reichweite um alles im Blick zu haben und mich nicht entscheiden zu müssen. Welcher Beruf, welcher Partner? Meine Innere Stimme funktioniert nur bei Spaziergängen.

In meinem Schreiben finde ich die Utopie einer Beziehung ohne Nähe. Das funktioniert nicht bei Begegnung. Da hakt das System aus und produziert Chaos. Das System ist mein Körper. Mein Verstand kämpft mit meinem Bauchgefühl um die Vorherrschaft.

Sandgedanken im Getriebe, ich schlage Haken auf Gefühlsautobahnen. Wer Fahnen schwenkt, dem schenke ich mein Nein. Der Frühling bald vorbei ohne Feuersprung. Ich werde untertauchen und in der Flut meiner Einzelheiten zerfasern.

Fassung und Gewinde. Gehabe, Fassade, Scharade.

Es gibt für alles eine Welt. Hab den Dimensionskatalog bestellt wähle aus und sehe ich hab kein Geld. Dann bleibt nur diese eine für mich und ein Leben in der Pflicht, zu wählen und zu krönen. Dem Fluss des Lebens zu frönen.

JB-04-2017

 

Herzenskunde

Herzenskunde

Wenn ich mich in Träumereien verliere,
Nicht mehr nur ein Wort kreiere.
Den Himmel bitte auf zu tauen
Und Dich auf meine Wünsche zu vertrauen.
Die Wimpern wehen in den blauen Dunst,
Ich werbe nicht um Deine Gunst.

Gerade weil ich dich nicht brauche.
Deinen Namen trotzdem dabei hauche.
Gerade weil du mich nicht wollen willst.
Dein Antlitz träumend wie meins verhüllst.
Kein Suchen findet Glück im Liebesleben.
Nur ich kann den Stein vor dieser Höhle heben.

Die Gabe zu geben, die Welt zu lieben,
sich selbst zu verlieren und Zukunft zu schmieden.
Das alles will ich für mich finden,
Den Tag nutzen um der Welt das zu verkünden:

Ich will Niemanden haben,
Ich will Niemanden besitzen.
Nicht vor Jemandes Tür sitzen,
Mich nicht an leeren Worten laben.

Ich will an mir und an Dir wachsen,
Dich und Mich glücklich sehen.
In hohen Bergen einsame Wege gehen.
Dann wieder wandern auf breiten Achsen.

Ich will mit Jemandem zusammen fühlen.
Anregende Gespräche führen.
Den König des Frühlings küren.
Mit dem Wasser des Lebens mein Herz spülen.

All das in grenzenlosen Weiten.
Mit viel Gefühl und viel Verstand.
Mein Herz das nehm ich bei der Hand.
Um diese Kunde zu verbreiten.

JB-04-2017

 

 

Ohne Raum

Ohne Raum

Fadenscheinig aufgebahrt
Der Himmel ungerührt
Alle Achtung vergraben
Dein Herz im Sarg verschenkt

Ich schaue auf den Hahn
Der mich erwachen lässt
Will Hoffnung gewähren
Und Wunder wirken

Der Hirte läuft davon
Der Magier verschwindet
Ein Herrscher singt dazu
Mein Tanzen zu Eis

Wenn alles ganz wird
Traue ich dem Wort
Und Morgen ist vorbei
All das Marschieren

Hure in Babylon?
Muse in Athen?
Göttin für alle
Für Wen?

Ich bin Herz und Hand
Ich bin Gefühl und Verstand
Ich bin Borke und auch Seide
Wie ich liebe wie ich leide

Verwandle diesen Traum
In deinen guten Willen
Will meinen Schwur erfüllen
Ich und Du ohne Raum

JB-03-2017

 

 

 

Wachstum 2

Wachstum 2

Du bist alles was mir fehlt.
Ich suche und ich finde,
Wenn ich mich dann binde,
Ist mein Wille das was zählt.

Nicht verletzen.
Schätze heben.
Netze weben.
Freundschaft schätzen.

Träumend wachen.
Unter Wasser atmen.
Die Liebe beim Namen nennen.
Zusammen lachen.

JB-03-2017