Verletzung

Verletzung

(nach „Mozart in the Jungle“, inspiriert von Rodrigo und Anna Maria ;))

Du spielst mit mir
Ich spiel nicht mit
Und weine trockne Tränen
Denn was uns einst versprochen war
Wird uns nun ewig quälen

Ich liebe Dich
Du treibst Dich rum
Vergiss nicht Dich zu schämen
Es ist vorbei
Ich will zurück
Der Apfel wird mich lähmen

Vergangene Schnitte
Verlorene Schlachten
Das alles treibt mich um
Gewinne Du nur
Was du kannst
Und ich, ich bleibe stumm

Rosenkrieg auf Wattebäuschen
Geh ein
Und möchte fliehen
Du Wolf, du Biest, Du einzig Wahrer
Mein Schicksal
Schon Verziehen

Tanz Du mit mir
Vergnüge mich
In Feuer und in Eis
Sing Du für mich
Ich halt Dich fest
Und zahle gern den Preis

So heißt die Liebe
Uns zu schaun
In diesen Wasserspiegel
Verzerrt und immer wieder neu
Das Bild verschwimmt
Wir öffnen alle Siegel

JB-02-2016

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Worteschmied

Worteschmied

Ich such in grauen Stunden meine Fantasie.
Ich lebe unter Menschen meinen Drang nach Worten.
So wie ich atme, sprach ich nie.
So wie ich schreibe, fahnd‘ ich nach den richt’gen Orten.

In Dämmerung versinkt die Leidenschaft.
Im Klang des Herzens hebt sich Liebe ab.
Die Sehnsucht nach dem Schaffen wert zu schätzen.
Sich gegen Missgunst durchzusetzen.

So taumelnd finden Reime ihren Weg.
Ich schleich‘ mich durch die Trampelpfade.
So wie die Hoffnung manchmal baden geht,
Verwirrt mich Dasein mit so mancher Gnade.

Dann, wenn ich aufsteh‘, manchmal will ich fallen.
Dann wenn ich losgeh‘, werf ich alles weg.
Und wenn ich fliege, wird es widerhallen:
Der Stolz, der Mut und manches mal Gepäck.

Ich finde Licht in solcher hausgemachten Kunst.
Ich sehe Glanz in Wortemalerei.
So wie die Stunden sich dann schnell vertun,
So zaubert reimen mir die Traumwelt auch herbei.

JB-09-2015

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Müde

Müde

Aufgewacht
Um die Nacht betrogen
ungewogen
eingegangen in den Neustart
wenn ich mich wende
seh ich Neuland
wenn ich laufe
bin ich unerklärt
wenn ich schlafe
bin ich am Traumstrand
wenn ich lache
ist da Traumsand
eingeschlafen

Geh aufs Ganze
Geh voran
Bin für mich gesehen
einerlei
Träum vom Du
und bin doch frei
zu tun und zu lassen
zu geben und zu nehmen
einfach sein und werden
und ohne Trauer gibt es
keinen Segen

JB-06-15

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Tropfen

Tropfen

Für jeden Tropfen zahl ich Schmerzensgeld.
Und viele Tropfen hab ich übrig für die Welt.

Wenn Krieg ist, Menschen Tode sterben.
Wenn ich so einsam bin, verzweifele am Werden.

Wenn Leute gehn, nicht wiederkommen, mich beerben.
Dann wein ich mir die Augen aus.
Dann trau ich mich auch nicht mehr raus.

Und lange geht das weiter so, ich lach nicht mehr, bin nicht mehr froh.

Doch wenn ich mir dann wieder denk: S’ist jeder Tag wie ein Geschenk.

Dann wird es besser und ich lenk mich selber hin
zum neuen Tag und allem was er bringen mag.

JB-02-15

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Wegelied

Wegelied

Alte Weisheit neu entfesseln.
Güte und Hoffnung im Hexenkessel.
Neu und wild auf Worte losgehn.
Frisch und frei dem Frühling entgegen sehn.

Lieder singen, Wege wagen.
Über Zäune springen, nicht verzagen.
Wenn ich hoffe, sehe ich
Licht und Funken versprühen sich.

Dieses Licht will ich bewahren.
Neugierig über Grenzen fahren.
Gern mit Menschen Brücken bauen.
Zuversichtlich nach vorne schauen.

JB-02-15

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